Griendtsveen hat eine lange Geschichte in Drenthe. Von der Moorgewinnung her entwickelte sich Griendtsveen unter anderem zum Produzenten von Gartentorf und Blumenerde für den nationalen und internationalen professionellen Markt. Der Betrieb stammte aus dem Familienbetrieb von Van de Griendt und der Drentsche Landontginning-Maatschappij.
Drentsche Landontginning Maatschappij (DLM oder DLO)
Im Jahre 1851 kaufte eine Gruppe Unternehmer aus Amsterdam, unter dem Namen Drentsche Landontginning Maatschapij (DLO) rund 2.256 Hektar Moorgebiet im Süden von Emmen um abzubauen und zu exploitieren. Das Gebiet ist jetzt bekannt als das Amsterdamsche Veld.
DLO wurde 1909 übernommen von The Griendtsveen Moss Litter Company Ltd., die später umgeändert wurde in die N.V. Griendtsveen Turfstrooisel Maatschappij. An der Stelle, an der der Betrieb gegründet wurde, dem Dommers Kanal, entstand ein Ort der auch den Namen Amsterdamsche Veld bekam.
Griendtsveen baute zwischen 1909 und 1914 drei Torfstreufabriken, neben Werkstätten, einem Sägewerk, einer Elektrizitätszentrale, einer Schule, einer Geschäftsstelle und Wohnungen für das Personal. Später legte man noch eine Hauptfeldbahnlinie über die gesamte Länge von 12 km (quer) durch das Amsterdamsche Veld bis zu den Torfstichen von Griendtsveen in Schöninghsdorf an der anderen Seite der Grenze in Deutschland. Die Fabrik wurde 1983 geschlossen, weil in der Umgebung die Grundstoffe nicht ausreichend vorhanden waren und Gewinnungstechniken sich veränderten, wodurch auch der Transport per Feldbahn beendet wurde.
Eine Gruppe des damaligen Personals der Feldbahn kümmerte sich um das überschüssige Feldbahnmaterial. Was als Hobbyverein begann, führte zu der Errichtung von dem Industrieel Smalspoor Museum.
Familie van de Griendt
Jan van de Griendt, ein Industrieller und Notabler aus ’s Hertogenbosch, war der Gründer des Familienbetriebs Griendtsveen. Zusammen mit seinem Bruder Nicolaas van de Griendt begann er 1853 mit Moor Tätigkeiten in der Gemeinde Deurne in der Groote Peel in Brabant. In dem Jahr errichtete er auch die Maatschappij Helenaveen und den Ort Helenaveen. Seine Söhne Jozef und Eduard setzten seine Arbeit fort und gründeten 1855 das Dorf Griendtsveen im Limburger Teil von Groote Peel.
1888 kauften Jozef und Eduard die kleine Torfstreufabrik Rijk Key & Co in Nieuw-Amsterdam und verlagerten eine treibende Fabrik von Peel nach Drenthe. Die Pläne von Jozef van de Griendt forderten jedoch soviel Kapital, dass die Direktion beschloss, das Unternehmen aufsteigen zu lassen zur Griendtsveen Moss Litter Company Ltd., die mitunter finanziert wurde von britischen Unternehmern.
1917 ist die Griendtsveen Moss Litter Company Ltd. übergegangen zur Griendtsveen Turfstrooisel Maatschappij und ist daraufhin im Jahre 1931 wiederbenannt nach NV Griendtsveen Turfstrooisel Maatschappij.
Seit der Ankunft der neuen Direktion im Jahre 1998 ist Griendtsveen kein Familienbetrieb mehr. 1999 hat Griendtsveen ihre operationellen Moos Tätigkeiten abgespalten und fusionierte mit Branchengenossen zu dem Unternehmen Tref. Tref ist jetzt führend in der organischen Substratenbranche für den professionellen Gartenbau in Europa. Im Jahre 2008 wurde der Anteil an dem Fusionsunternehmen verkauft.
Ab 2000 entwickelt Griendtsveen ganz neue Tätigkeiten im Gebiet von Griendtsveen. Die Torfstich Tätigkeiten in Deutschland werden noch fortgesetzt.


